Deutsches Krankes Haus
Ein medizinischer Abend
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Mitwirkende
Regie: Tuğsal Moğul
Bühne und Kostüme: David Hohmann
Musik und Video: Jonas Vietzke
„Warum immer die Apparatemedizin anwenden? Eine gute Diagnose besteht aus: 80 % Anamnese, 10 % körperliche Untersuchung und der Rest: Intuition … Sehen, Hören, Fühlen, Tasten und Riechen. Medizin dahin zu bringen, wo sie am dringendsten gebraucht wird, das macht mich glücklich.“
Das deutsche Gesundheitswesen ist seit Jahren in der Krise. Es fehlt an Ärzt:innen, der Ökonomisierungsdruck ist hoch, die Ar-beitszeiten unzumutbar. Der Regisseur und Autor Tuğsal Moğul, der selbst als Arzt arbeitet, blickt mit seinem recherchebasierten Stück ins Innere des Systems. Und sieht eine Verwaltung, die einzig auf die Zahlen schaut, oftmals fragwürdige Operationen, die sich gut abrechnen lassen, und disziplinarische Maßnahmen für menschliche Gesten.
Aus-ländische Kolleg:innen, dringend benötigt, verzweifeln an der Bürokratie, es herrschen ein internationaler Wettbewerb um Fachkräfte, die dann andernorts fehlen, eine große Portion Rassismus, viel Überforderung und ein gerüttelt Maß an Desillusionierung.
Das Bild eines Krankenhauskosmos kurz vor dem Kollaps – pointiert, beängstigend und komisch.